Alles wird gut

Der König aller deutschen Talentshows lädt zur größten Castingshow Deutschlands ein.

Unter den zahlreichen Bewerbern sind auch einige behinderte Menschen. Aus versicherungstechnischen Gründen werden diese von den anderen Bewerbern getrennt, in ein spezielles Zimmer gebracht und dort vergessen.

Im dem Warteraum treffen Menschen mit ungewöhnlichen Schicksalen und großen Träumen aufeinander. Menschen mit körperlichen und geistigen Seltsamkeiten; lang- und kurz-armige, gelähmte Tänzer, Blinde oder Narren, die die Wahrheit sagen. Sie schreien, lachen, weinen und warten. Ihre Träume und Sehnsüchte könnten unterschiedlicher nicht sein, und alle hoffen auf die Chance ihres Lebens.

Da ist der schwarz gekleidete Choleriker, dessen lange Spinnenarme und -beine kaum in seinen Rollstuhl passen. Er predigt die Revolution und singt anarchistische Balladen. Die Sehnsucht einer feingliedrigen Dame mit aristokratischer Ausstrahlung im Rollstuhl ist es, einmal in ihrem Leben in die Mongolei zu fahren, um dort in der Wüste zu singen. Eine andere wunderschöne zierliche Frau mit großem, rotem Mund und strahlenden Augen will durch die Castingshow ihren Seelengefährten finden. Allein ein groß gewachsener, gut aussehender Stotterer bewahrt im allgemeinen Chaos der Erwartungen und Aufregungen seine Ruhe. Er beobachtet die schöne Frau mit dem roten Mund, wagt es aber nicht sie anzusprechen.

Als der Chef-Juror der Casting-Show nicht nur Stunden, sondern Tage auf sich warten läßt, beginnen die Wettbewerber sich besser kennenzulernen. Sie üben Tanzbewegungen, singen sich gegenseitig ihre Lieder vor oder gemeinsam im Duett. Es entstehen Freundschaften, aber auch Intrigen, Koalitionen, Spannungen und Erotik. Vielleicht gehen ihre Träume nicht in Erfüllung, aber sie erhalten dafür etwas, was sie nicht erwartet haben: echte Gefühle, Freundschaft und Liebe.

Der Regisseur Niko von Glasow inszeniert nicht von oben herab. Er ist selbst contergangeschädigt und davon überzeugt, dass jeder Mensch auf die eine oder andere Art behindert ist. Aus einem deutschlandweiten Casting hat er Bewerber ausschließlich nach ihrem Talent und ihrer Originalität ausgewählt und daraus ein einzigartiges Ensemble zusammengestellt.

Die KünstlerInnen

Der in Köln geborene Regisseur Niko von Glasow begann seine Ausbildung bei Rainer Werner Fassbinder und Peter Zadek. Er zählt zu den wenigen international preisgekrönten Kino- und Theaterregisseuren mit Behinderung. Für „NoBody´s Perfect“, einen Film, in dem 12 contergangeschädigte Protagonisten für einen Aktkalender posieren, erhielt er den Deutschen Filmpreis.

Schauspiel: Jan Dziobek, Marvin Fuchs, Oliver Grice, Christiane Grieb, Milena Gülergür, Leslie Mader, Mirco Monshausen, Bettina Muckenhaupt, Sofia Plich, Nico Randel, Annika Reinicke, Manon Wetzel, Christina Zajber, Jana Zöll.
Projektleitung: Rolf Emmerich, Projektassistenz: Simon Siepermann
Regieassistenz: Florian Seibel
Volontariat: Indre Bogdan
Gesangspädagogik: Julia Zipprick
Bühnenbild/Kostüme: Kai Rudat
Betreuung: Marion Bryx, Rosi Sevenich
Presse: Lale Konuk
Grafik: Bernd A. Hartwig.

Termine:
Datum: Donnerstag, 26. Mai, Freitag, 27. Mai – Dienstag, 31. Mai
Zeit: 20:30
Wo: Bürgerhaus Stollwerck

GASTSPIELTERMINE 2011

Premiere München:
Sonntag, den 30. Oktober 2011, 19:30 Uhr
Pasinger Fabrik
August-Exter-Straße 1
81245 München

Premiere Berlin:
Dienstag, den 1. November 2011, 20 Uhr
Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin

Köln:
Donnerstag/Freitag, den 3. + 4. November 2011, 20:30 Uhr
Theater Stollwerck
Dreikönigenstr. 23
50678 Köln